Der Sommer ist da, die Sonne brennt vom Himmel und der Garten lechzt nach Feuchtigkeit. Gleichzeitig läuft der Rasensprenger auf Hochtouren und das Planschbecken will gefüllt werden, während im Hinterkopf das Bewusstsein für wertvolle Ressourcen mitwächst. Wer Wassersparen im Garten mit Kindern clever angeht, verbindet den bewussten Umgang mit Wasser mit echtem Familienspaß.
Wenn im Sommer der Rasen durstig ist und die Blumen in der Hitze hängen, fließt oft unbemerkt jede Menge kostbares Trinkwasser aus dem Schlauch. Dabei lässt sich der Wasserverbrauch im Garten wunderbar gemeinsam senken, wenn alternative Wasserquellen wie Regenwasser genutzt und einfache Verdunstungsschutzmaßnahmen ergriffen werden.
Spielerisch Wasser sparen: So machen Kinder mit
Als Wasser-Detektive den Verbrauch senken
Kinder begreifen Abläufe am besten, wenn sie aktiv mithelfen dürfen. Daher verwandelt ihr den nächsten Gartentag am besten in ein kleines Abenteuer. Statt starre Regeln aufzustellen, schlüpfen die Kids in die Rolle von echten Wasser-Detektiven, die verduristete Pflanzen aufspüren und den Durst der Natur retten.
Mit kleinen Detektivaufgaben lässt sich Wasser im Garten spielerisch sparen: Die Kinder ziehen mit einer Lupe oder einem Klemmbrett los, untersuchen die Beete nach trockener Erde und markieren mit bunten Holzstäbchen genau die Stellen, die wirklich Wasser brauchen. Anschließend füllen sie gemeinsam eine kleine Gießkanne aus der Regentonne und versorgen gezielt diese markierten Lieblingspflanzen. Statt den großen Schlauch unkontrolliert laufen zu lassen, übernehmen die Kinder dadurch stolz die Verantwortung und sehen sofort, wie ihre Detektivarbeit wirkt.
Das Planschbecken sinnvoll weiterverwenden
An heißen Tagen sorgt das Planschbecken für strahlende Gesichter und pure Abkühlung. Nach dem Badespaß landet das kühle Nass oft ungenutzt im Ausguss. Das muss jedoch nicht sein.
Solange ihr kein Chlor oder aggressive Badezusätze verwendet habt, eignet sich das Restwasser hervorragend für den Garten. Schöpft das Wasser einfach mit Eimern ab und gießt damit die Sträucher oder das Gemüsebeet.
baddel daddel Tipp
Wer auf der Suche nach robusten Gießkannen, kleinen Schubkarren oder Gartenspielzeug für die nächste Generation an Nachwuchsgärtnern ist, findet bei uns auf dem Marktplatz gut erhaltene Schätze aus zweiter Hand von anderen Familien aus der Nachbarschaft.
Clevere Technik und Tricks für den Familiengarten
Die Regentonne kindersicher machen
Natürliches Regenwasser ist perfekt für Blumen und Beete, weil es keine Härtebildner enthält. Dennoch birgt eine offene Tonne im Garten enorme Risiken für neugierige Kleinkinder.
Sicherheit geht hier immer vor. Eine Regentonne braucht zwingend einen stabilen, fest verschlossenen Deckel. Zeigt euren Kindern gleichzeitig, wie das Wasser vom Dach in die Tonne fließt, und erklärt ihnen den natürlichen Kreislauf.
Natürlicher Verdunstungsschutz durch Mulchen
Heißer Boden trocknet rasch aus, weshalb häufiges Gießen notwendig wird. Abhilfe schafft hier eine einfache Schicht aus Rasenschnitt, Laub oder Rindenmulch auf den Beeten.
Diese Schicht legt sich wie eine schützende Decke über die Erde. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit deutlich länger im Boden, während Pflanzen optimal versorgt bleiben.
Clever gießen mit der Olla-Bewässerung im Gemüsebeet
Alte Tontöpfe leisten im Familiengarten wertvolle Dienste, wenn es um sparsames Bewässern geht. Vergrabt einen selbst gebauten Tontopf direkt im Gemüsebeet und füllt ihn mit Wasser, damit die Feuchtigkeit langsam direkt an die Wurzeln abgegeben wird.
Das Wasser dringt langsam und direkt über die Tonwände in den Boden ab. Die Wurzeln von Tomaten oder Gurken wachsen genau dorthin, wodurch kein Tropfen auf der Oberfläche verdunstet. Kinder können den Topf zwischendurch mit der kleinen Gießkanne nachfüllen und sehen staunend, wie sich das Wasser im Boden verteilt.
Benötigte Materialien für die DIY-Olla
- Zwei unglasierte Tontöpfe (die sich passgenau aufeinanderstellen lassen)
- Wasserfester Tonkleber (alternativ Fliesenkleber, robuster Zement oder Wachs)
- Eine kleine Abdeckung wie eine passende Tonscherbe zum Abdichten des unteren Lochs
- Eine flache, glasierte Tonschale als Deckel für die obere Öffnung
- Eine Schaufel oder kleine Kelle zum Graben
Benötigte Zeit: 30 Minuten
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Zusammenbauen
Nimm die beiden unglasierten Tontöpfe und klebe sie so aufeinander, dass sie ein geschlossenes, hohles Gefäß bilden.
- Unten abdichten
Verschließe das untere Abzugsloch des unteren Tontopfs fest mit einer Tonscherbe oder einem kleinen Untersetzer, damit dort kein Wasser unkontrolliert ausläuft.
- Trocknen lassen
Lass den Kleber nach Herstellerangabe vollständig durchtrocknen, damit die Olla dem Erdruck standhält.
- Einraben
Grabe ein passendes Loch im Gemüsebeet und setze die Olla mit dem geschlossenen Ende nach unten ein. Die obere Öffnung sollte zwei bis drei Zentimeter aus der Erde ragen, damit du bequem nachfüllen kannst.
- Erde andrücken
Drücke die Erde rundherum gut an, damit die porösen Tonwände direkten Kontakt zum Erdreich haben.
- Befüllen und schützen
Fülle die Olla mit Wasser auf und lege die glasierte Tonschale als Deckel auf die Öffnung, damit keine Insekten hineinfallen.
Das, was Eltern jetzt wissen müssen
Kinder verstehen den Wert von Ressourcen am besten durch eigene Erfahrung. Gib ihnen eine kleine, altersgerechte Gießkannen-Aufgabe und erkläre ihnen, dass Pflanzen genau wie wir trinken müssen, aber keinesfalls verschwendet werden darf.
Offene Wasserspeicher stellen eine erhebliche Gefahr dar. Eine Regentonne muss deshalb zwingend mit einem stabilen, kindersicheren Deckel fest verschlossen sein, damit kleine Kinderhände keinen ungesicherten Zugang erhalten.
Früh morgens vor Sonnenaufgang ist die ideale Zeit. Dann verdunstet das Wasser kaum ungenutzt, weshalb Pflanzen optimal gestärkt in den heißen Sommertag starten.
Solange das Wasser absolut frei von Chlor oder chemischen Badezusätzen ist, dient es wunderbar zum Wässern von Blumenbeeten, Hecken und robusten Sträuchern.
Mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Lavendel sowie heimische Stauden kommen mit erstaunlich wenig Feuchtigkeit aus und überstehen selbst trockene Sommer problemlos.
Gut zu wissen: So wird der Sommer im Garten nachhaltig
Das Thema Wassersparen im Garten mit Kindern zeigt, dass ein nachhaltiger Familienalltag weder kompliziert noch anstrengend sein muss. Durch das Auffangen von Regenwasser, clevere Mulchmethoden und die spielerische Einbindung der Kinder beim Gießen lässt sich der Verbrauch im Sommer spürbar senken. So bleibt mehr Zeit für gemeinsame Momente im Grünen, während wertvolle Ressourcen geschont werden. [INTERNER LINK: Nachhaltiger Familienalltag]
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