Der August gehört zu den heißesten Monaten des Jahres. Die Gartenarbeit im August verlangt deshalb vor allem eines: den richtigen Umgang mit Hitze und Trockenheit. Gleichzeitig warten reife Tomaten, knackige Gurken, duftende Kräuter und viele kleine Gartenmomente darauf, gemeinsam mit deinen Kindern entdeckt zu werden. Mit ein paar einfachen Routinen bleibt dein Garten gesund, spart Wasser und wird auch im Hochsommer zu einem Ort, an dem die ganze Familie gerne Zeit verbringt.
Im Juli habt ihr vielleicht bereits die ersten Tomaten geerntet, Zucchini verschenkt und Sonnenblumen beim Wachsen beobachtet. Jetzt rücken andere Aufgaben in den Mittelpunkt. Pflanzen brauchen mehr Aufmerksamkeit, Böden trocknen schneller aus und längere Hitzeperioden stellen Garten, Balkon und Hochbeet vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig beginnt die Vorbereitung auf die erste Herbsternte.
Was bedeutet Gartenarbeit im August?
Gartenarbeit im August umfasst alle Pflegearbeiten, die Pflanzen während des Hochsommers gesund halten. Dazu gehören das richtige Gießen, das Sparen von Wasser, das Mulchen, die Ernte reifer Früchte sowie die Aussaat erster Herbstgemüse. Gleichzeitig bietet der August viele Möglichkeiten, Kinder spielerisch an Natur, Nachhaltigkeit und Verantwortung heranzuführen.
Tipp für Familien
Im August gilt: Weniger ist oft mehr. Statt jeden Tag ein bisschen zu gießen, versorgst du deine Pflanzen lieber seltener, dafür gründlich. So wachsen die Wurzeln tiefer und die Pflanzen überstehen heiße Tage deutlich besser.
Gartenarbeit im August: Hitze clever meistern
Der August bringt oft mehrere heiße Tage hintereinander. Während wir Schatten und ausreichend Getränke brauchen, sind auch Pflanzen auf deine Unterstützung angewiesen. Mit den richtigen Maßnahmen bleibt der Garten widerstandsfähig, ohne unnötig viel Wasser zu verbrauchen.
Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr einen großen Familiengarten, einen kleinen Reihenhausgarten, einen Balkon oder nur ein paar Kübel auf der Terrasse habt. Viele Tipps lassen sich überall umsetzen.

Die fünf goldenen Gießregeln im Hochsommer
Wer zur richtigen Zeit gießt, spart Wasser und schützt gleichzeitig die Pflanzen. Diese fünf Regeln helfen dir durch heiße Augusttage.
1. Früh morgens gießen
Gieße möglichst vor 9 Uhr. Dann ist die Erde noch kühl und das Wasser kann tief in den Boden einsickern. Außerdem verdunstet deutlich weniger Feuchtigkeit als in der Mittagshitze.
2. Direkt an den Wurzeln gießen
Leite das Wasser immer direkt an die Erde. Bleiben Blätter dauerhaft feucht, steigt das Risiko für Pilzkrankheiten. Besonders Tomaten danken es dir, wenn ihre Blätter trocken bleiben.
3. Lieber selten, aber gründlich
Ein kurzes tägliches Spritzen befeuchtet oft nur die Oberfläche. Deutlich besser ist es, seltener und dafür ausgiebig zu gießen. Dadurch wachsen die Wurzeln tiefer und die Pflanzen kommen auch mit trockenen Tagen besser zurecht.
4. Regenwasser nutzen
Regenwasser eignet sich hervorragend zum Gießen. Es spart wertvolles Trinkwasser und ist für viele Pflanzen sogar besser geeignet. Nutzt ihr eine Regentonne, achtet immer auf einen stabilen, kindersicheren Deckel.
5. Feuchtigkeit im Boden halten
Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Laub oder Stroh schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung. Dadurch bleibt die Erde länger feucht und ihr müsst deutlich seltener gießen.
Wasser sparen und trotzdem einen grünen Garten behalten
Gerade im August lohnt sich jeder gesparte Liter Wasser. Schon kleine Veränderungen machen einen großen Unterschied.
Diese Maßnahmen helfen besonders gut:
- Regentonnen regelmäßig nutzen.
- Morgens statt mittags gießen.
- Mulch auf Gemüsebeeten verteilen.
- Kübelpflanzen möglichst in den Halbschatten stellen.
- Untersetzer unter Blumentöpfen verwenden, damit überschüssiges Wasser nicht sofort verloren geht.
- Planschbeckenwasser ohne Chlor zum Gießen von Sträuchern oder Hecken verwenden.
Viele dieser Aufgaben können Kinder übernehmen. Mit einer kleinen Gießkanne, einem Eimer oder einer eigenen Gartenroutine lernen sie spielerisch, warum Wasser eine wertvolle Ressource ist. Mehr dazu erfährst du in unserem Beitrag zum Thema Wassersparen im Garten und Nachhaltigkeit im Familienalltag
baddel daddel Tipp
Eine eigene Gießkanne macht Kinder oft besonders stolz. Gut erhaltene Gießkannen, Schubkarren oder Gartenwerkzeuge findest du auf baddel daddel nachhaltig aus zweiter Hand. So schont ihr nicht nur Wasser, sondern auch Ressourcen.
Jetzt ist Erntezeit: Was im August besonders gut schmeckt
Auch im August gibt es im Familiengarten jeden Tag etwas zu entdecken. Viele Obst- und Gemüsesorten erreichen jetzt ihren Höhepunkt. Kinder erleben dabei ganz unmittelbar, wie aus einer kleinen Blüte eine reife Frucht geworden ist.
Besonders spannend ist das Ernten, weil Kinder ihre eigenen Pflanzen wiedererkennen. Wer im Frühjahr selbst gesät oder gegossen hat, ist jetzt oft besonders stolz auf die erste eigene Ernte.

Diese Früchte und Gemüse sind jetzt reif
Im August kannst du unter anderem diese Sorten ernten:
- Tomaten
- Gurken
- Zucchini
- Paprika
- Buschbohnen
- Himbeeren
- Brombeeren
- Heidelbeeren
- Kräuter wie Basilikum, Petersilie oder Minze
Tipp: Erntet möglichst regelmäßig. Reife Früchte entlasten die Pflanzen und regen viele Sorten dazu an, neue Blüten und weitere Früchte zu bilden.
Tomaten richtig pflegen
Tomaten tragen jetzt oft besonders viele Früchte. Gleichzeitig brauchen sie etwas Aufmerksamkeit.
Darauf solltest du achten:
- Reife Tomaten regelmäßig pflücken.
- Welke oder kranke Blätter entfernen.
- Triebe bei Bedarf locker anbinden.
- Nur im Wurzelbereich gießen.
- Staunässe vermeiden.
Kontrolliert die Pflanzen gemeinsam mit euren Kindern jeden Morgen. So entdeckt ihr schnell reife Früchte oder erste Anzeichen von Krankheiten.
Kein Garten? Balkon und Terrasse werden jetzt zur grünen Oase
Auch ohne eigenen Garten lässt sich der August genießen. Balkonkästen, Pflanzkübel oder Hochbeete brauchen zwar etwas häufiger Wasser, bieten aber viele Möglichkeiten zum Gärtnern.

Besonders gut eignen sich:
- Kräuter
- Cocktailtomaten
- Erdbeeren
- Paprika
- Pflücksalat
- Schnittlauch
- Minze
Gerade an heißen Tagen hilft es, Kübel etwas enger zusammenzustellen. Dadurch beschatten sich die Pflanzen gegenseitig und der Boden trocknet langsamer aus.
Tipp Helle Pflanzgefäße erwärmen sich deutlich langsamer als dunkle Töpfe. Das schützt die Wurzeln an besonders heißen Sommertagen.
Gartenprojekte für Kinder in den Sommerferien
Nicht jeder Ferientag muss aus großen Ausflügen bestehen. Oft entstehen die schönsten Erinnerungen direkt vor der Haustür.
Diese Projekte machen Kindern im August besonders viel Spaß:
- Eine eigene Gießrunde übernehmen.
- Reife Tomaten oder Gurken zählen.
- Kräuter für Kräuterbutter oder Tee ernten.
- Samen von Ringelblumen oder Sonnenblumen sammeln.
- Ein Gartentagebuch mit Fotos führen.
- Obst direkt vom Strauch probieren.
- Mit Naturmaterialien kleine Kunstwerke legen.
Ganz nebenbei lernen Kinder, Verantwortung zu übernehmen und entwickeln ein Gespür für die Natur.
Tiere im Garten unterstützen
Nicht nur Pflanzen leiden unter langen Hitzeperioden. Auch Vögel, Igel und viele Insekten finden bei Trockenheit weniger Wasser.
Mit wenigen Handgriffen hilfst du den Gartentieren:
- Eine flache Wasserschale für Vögel aufstellen.
- Täglich frisches Wasser bereitstellen.
- Einige Wildblumen stehen lassen.
- Verblühte Pflanzen nicht sofort entfernen.
- Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten.
Beobachtet gemeinsam, welche Tiere eure Wasserstelle besuchen. Oft dauert es nur wenige Tage, bis sich die ersten Gäste einfinden.
Jetzt schon an den Herbst denken
Der August ist nicht nur Erntezeit. Gleichzeitig beginnt bereits die Vorbereitung auf die nächste Gartensaison.
Viele Beete werden jetzt frei und bieten Platz für neue Aussaaten.
Diese Gemüse kannst du jetzt noch säen
- Feldsalat
- Spinat
- Radieschen
- Winterrettich
- Asia-Salate
- Rucola
Erkläre deinen Kindern, dass ein Garten niemals stillsteht. Während an einer Stelle geerntet wird, wächst an einer anderen schon die nächste Generation Gemüse heran.
Samen sammeln für das nächste Gartenjahr
Viele Blumen bilden jetzt Samen aus. Das Sammeln macht Kindern großen Spaß und zeigt ihnen den natürlichen Kreislauf der Pflanzen.
Besonders gut eignen sich:
- Ringelblumen
- Sonnenblumen
- Kapuzinerkresse
- Cosmea
- Studentenblumen
Lasst die Samen vollständig trocknen und bewahrt sie in kleinen Papiertüten auf. Beschriftet sie gemeinsam mit Sorte und Erntedatum. Im nächsten Frühjahr könnt ihr sie wieder aussäen oder mit anderen Familien tauschen.

Gartenarbeit im August: Das Wichtigste auf einen Blick
Der August fordert Pflanzen und Familien gleichermaßen heraus. Mit der richtigen Bewässerung, einer schützenden Mulchschicht und regelmäßigen Ernten bleibt dein Garten auch während längerer Hitzeperioden gesund.
Gleichzeitig ist jetzt die beste Zeit, Kinder aktiv einzubeziehen. Ob beim Gießen, Ernten oder Sammeln von Saatgut – gemeinsame Gartenmomente schaffen Erinnerungen und vermitteln ganz nebenbei Wissen über Natur und Nachhaltigkeit.
Außerdem lohnt sich bereits der Blick auf den Herbst. Freie Beete bieten Platz für neues Gemüse und viele Pflanzen bereiten sich langsam auf den Wechsel der Jahreszeiten vor.
Gut vorbereitet für den Spätsommer
Mit etwas Planung bleibt die Gartenarbeit im August entspannt und macht der ganzen Familie Freude. Nutzt die kühleren Morgenstunden für gemeinsame Gartenrunden, beobachtet Tiere und Pflanzen und genießt die reiche Ernte des Sommers.
Du suchst noch eine Kinder-Gießkanne, ein Hochbeet für den Balkon oder Gartenspielzeug für kleine Nachwuchsgärtner? Auf baddel daddel findest du gut erhaltene Second-Hand-Schätze von Familien für Familien. So schont ihr nicht nur euren Geldbeutel, sondern gebt vielen Dingen ein zweites Leben.
Weiter geht es im September
Nach dem heißen Hochsommer beginnt langsam der Übergang in den Herbst. Im nächsten Teil unserer Gartenserie zeigen wir dir, welche Gartenarbeiten im September anstehen, welche Gemüse jetzt geerntet werden und wie du deinen Familiengarten Schritt für Schritt auf die kühlere Jahreszeit vorbereitest.
Weitere passende Beiträge:
- Gärtnern mit Kindern im Juli: Erntezeit im Familiengarten
- Wassersparen im Garten mit Kindern: Nachhaltig gießen leicht gemacht
- Gärtnern mit Kindern: Pädagogisch wertvolle Tipps
- Natur & Draußen – Unsere Gartenreihe für Familien
Häufige Fragen zur Gartenarbeit im August
Im heißen August solltest du auf das Vertikutieren und intensives Düngen lieber verzichten, da der strapazierte Rasen bei Hitze sonst gelb werden kann. Mähe stattdessen etwas höher, um den Boden zu schatten.
Im August stehen vor allem das richtige Gießen, regelmäßige Ernten und die Pflege von Gemüse- und Obstpflanzen im Mittelpunkt. Außerdem kannst du freie Beete für Herbstgemüse nutzen und erste Samen für das nächste Gartenjahr sammeln.
Die beste Zeit zum Gießen ist früh am Morgen. Dann verdunstet weniger Wasser und die Pflanzen können die Feuchtigkeit über den Tag hinweg aufnehmen. Gieße möglichst direkt an den Wurzeln und vermeide nasse Blätter.
Auch im August ist die Gartensaison noch lange nicht vorbei. Feldsalat, Spinat, Radieschen, Rucola, Asia-Salate und Winterrettich eignen sich hervorragend für eine späte Aussaat.
Kinder können reifes Gemüse ernten, Pflanzen gießen, Kräuter sammeln, Samen trocknen oder Vögel mit frischem Wasser versorgen. Viele Aufgaben lassen sich spielerisch gestalten und fördern den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.
Gieße möglichst morgens, decke den Boden mit Mulch ab und nutze Regenwasser, wenn möglich. Kübelpflanzen profitieren außerdem von einem halbschattigen Standort und einer regelmäßigen Kontrolle an besonders heißen Tagen.
Im August stehen vor allem das richtige Gießen, regelmäßige Ernten und die Pflege von Gemüse- und Obstpflanzen im Mittelpunkt. Außerdem kannst du freie Beete für Herbstgemüse nutzen und erste Samen für das nächste Gartenjahr sammeln.


