Yay, der Sommer ist da! Und mit ihm (hoffentlich) Sonne satt. Doch so schön die wärmenden Sonnenstrahlen auch sind, mit ihnen kommt auch das große Schwitzen und die erhöhte Gefahr vor einem Sonnenbrand. Da sich gerade Babys noch stärker vor der Sonne schützen müssen, fragen sich viele Eltern: Wie sollte ich mein Baby im Sommer am besten anziehen, damit es weder schwitzt noch friert? Wir haben 10 Tipps, die dir helfen, dein Baby an heißen Sommertagen optimal zu kleiden.
update Mai 2026 – Wir haben diesen Ratgeber komplett für dich überarbeitet und um die neuesten Erkenntnisse zum Thema UV-Schutz und Schlafkomfort ergänzt.
Inhalt
Babys unter einem Jahr im Sommer anziehen: Darum ist es so knifflig
Warum muss man sich überhaupt so viele Gedanken über die richtige Sommerkleidung von Babys machen? Wieso nicht einfach genauso luftig anziehen, wie man sich selbst im Sommer eben anzieht? Das liegt an folgenden Dingen:
- Babys, die erst ein paar Monate alt sind, schwitzen anders als Erwachsene und können noch keine Körperwärme durch die bekannte „Gänsehaut“ oder Muskelzittern erzeugen. Das liegt daran, dass sie erst noch lernen müssen, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Kalte Hände und Füße sind für die richtige Kleidung im Sommer daher nicht unbedingt ein zuverlässiger Indikator.
Ist es meinen Baby zu heiß? Teste dafür besser den Nacken, denn über den noch überproportional großen Kopf entweicht ein Großteil von Babys Körperwärme. Ist der Nacken kühl, ist es deinem Baby zu kalt. Ist der Nacken warm und verschwitzt, muss eine Kleidungsschicht runter. - Die Haut deines Babys ist sehr empfindlich und Sonnencreme für Babys unter einem Jahr nur bedingt empfohlen. Du läufst im Sommer in kurzer Hose und T-Shirt herum? Dein Baby sollte besser eine lange, aber luftige Kleidungsschicht tragen.
- Vielleicht kennst du den Ratschlag bei Babys Kleidung: „Immer eine Schicht mehr als du selbst.“ Das ist zwar grundsätzlich eine gute Faustregel – doch am Ende kommt es auf das individuelle Bedürfnis deines Babys an. Manchen Babys ist es schneller warm, andere frieren eher. Zusätzlich kommt es darauf an, ob sich dein Baby schlafend im Kinderwagen befindet, oder es wach ist und strampelt, was das Zeug hält.
Hier siehst du eine Übersicht, wie du dein Kind bei jeder Temperatur ideal anziehst.
Die 3-H-Regel als Eselsbrücke
Damit du beim Packen der Wickeltasche oder beim morgendlichen Anziehen nicht lange grübeln musst, gibt es eine super einfache Eselsbrücke, die sich alle Eltern merken können – die 3-H-Regel:
- Hut (schützt den Kopf, das Gesicht und den empfindlichen Nacken)
- Hemd (locker sitzend, am besten langärmlig aus dünnem Stoff)
- Hose (weit geschnitten, um die Beinchen vor UV-Strahlen zu schützen)
Wenn du dich an diese drei Säulen hältst, ist die Basis für einen sicheren Sommertag gelegt. Wir haben 10 ehrliche Tipps, die dir helfen, dein Baby an heißen Tagen optimal zu kleiden.
10 Sommer-Tipps: So solltest du dein Baby bei Hitze anziehen

Babys im ersten Lebensjahr brauchen besonders viel Schutz und sollten die pralle Sonne unbedingt meiden. Diese Tipps helfen dir bei deinem ersten Sommer mit Baby:
1. Auf atmungsaktive Kleidung achten
Naturmaterialien wie Baumwolle, Leinen oder ein Wolle-Seide-Mix sind luftdurchlässig und nehmen Feuchtigkeit auf. Für Babys zarte Haut sind sie bei warmen Außentemperaturen im Sommer ideale Anziehsachen.
2. Kopfbedeckung ist für dein Baby im Sommer Pflicht
Setze deinem Baby an Sommertagen immer einen Sonnenhut bzw. eine Kappe auf – am besten mit breitem Schirm und Nackenschutz.
3. Mittagshitze meiden
Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung in der Mittagszeit sehr hoch. Wann immer möglich solltest du Ausflüge von ca. 11 Uhr bis 14 Uhr meiden.
4. Zwiebellook: Schicht für Schicht kleiden – aber richtig
Wenn du dir unsicher bist, ob es deinem Baby zu kalt sein könnte, kannst du ihm dünne Lagen übereinander anziehen und bei Bedarf eine Schicht ausziehen, falls es ihm zu warm ist. Mach immer wieder den Nackentest, um das zu überprüfen.
5. Die Haut im Blick behalten
Ob es deinem Baby zu warm oder zu kalt ist, kannst du auch über seine Haut erkennen. Hat es gerötete Wangen oder rote, warme Flecken auf der Haut? Dann ist ihm zu warm. Ist die Haut blass oder etwas bläulich? Dann ist ihm zu kalt und du musst deinem Baby schnell etwas überziehen.
6. Auch an die passende Schlafbekleidung denken
Heizt sich die Wohnung im Hochsommer auf, musst du den Schlafbereich deines Babys flexibel anpassen. In stickigen Räumen droht nachts schnell ein Hitzestau. Bei Raumtemperaturen über 24 °C reichen meist ein dünner Kurzarm-Body und ein leichter Sommerschlafsack aus Musselin. Ist es noch heißer, kann das Baby auch nur im Body schlafen. Wichtig ist, dass die Luft im Raum zirkulieren kann, dein Schatz aber nicht im direkten Zugwind liegt.
TIPP: Der TOG-Wert (Thermal Overall Grade) zeigt dir genau an, wie warm ein Schlafsack hält. Bei Temperaturen zwischen 22 °C und 24 °C ist ein Schlafsack mit 1.0 TOG ideal. Steigt das Thermometer im Schlafzimmer weiter auf 24 °C bis 27 °C, reicht ein hauchdünner Schlafsack mit 0.5 TOG in Kombination mit einem Kurzarm-Body. Du bist dir unsicher, welches Modell das richtige für dein Kind ist? In unserem ausführlichen Ratgeber erfährst du alles über den Babyschlafsack und worauf du beim Kauf achten musst.
7. Baby im Kinderwagen schützen
Achte schon beim Kauf des Kinderwagens für dein Baby auf einen hohen UV-Schutz des Sonnenverdecks. Außerdem ist es von Vorteil, wenn die Babywanne des Kinderwagens Belüftungsöffnungen hat. Im Sommer kann sich so die Hitze nicht stauen. Um das zu verhindern, solltest du zudemkeine Decken als Sonnenschutz verwenden! Nutze lieber ein passendes Sonnensegel oder einen kleinen Schirm für Kinderwägen. Wie du gefährliche Fehler vermeidest und die Liegefläche angenehm kühl hältst, erfährst du in unserem Ratgeber Sicherheit im Kinderwagen im Sommer: So schützt du dein Baby vor Hitze
8. Baby im Sommer in der Babytrage richtig anziehen
Dir ist warm, die Babytrage ist warm – da ist schnelles Schwitzen vorprogrammiert. In der Babytrage sollte dein Schatz also nur leicht bekleidet sein. Achte allerdings besonders darauf, dass alle Körperteile, die aus der Trage oder aus dem Tuch herausragen – wie Ärmchen und Beinchen – vor der Sonne geschützt sind. Habe auch die kleinen Hände im Blick und schütze sie vor Sonneneinstrahlung.
9. Auch an die Füßchen denken
Gerade junge Babys verlieren über den Kopf und die Füße besonders viel Körperwärme – und natürlich sollten Babyfüße auch stets vor der Sonne geschützt sein. Ziehe deinem Schatz daher auch im Sommer dünne Söckchen an.
10. Luftige Wechselkleidung einpacken
Mal eben gespuckt oder die Windel ausgelaufen – mit Baby können immer wieder kleine Unfälle oder Missgeschicke passieren. Prüfe vor einem Ausflug, dass du auf jeden Fall geeignete sommerliche Wechselkleidung für deinen Schatz dabei hast.
Bequeme Sommerkleidung für Babys secondhand kaufen
Babykleidung wird oft nur wenige Wochen getragen und eignet sich hervorragend für eine zweite Runde. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel. Stöbere gleich auf unserem Secondhand-Familienmarktplatz nach sommerlicher Kleidung für deinen Schatz
Quellen
Bundesamt für Strahlenschutz
FAQ: Häufige Fragen zum Thema Baby im Sommer anziehen
Ja, absolut. Auch im Schatten treffen noch bis zu 50 Prozent der UV-Strahlen durch Reflexionen (z. B. durch Sand, Wasser oder Wände) auf die Haut deines Babys. Ein Sonnenhut mit Nackenschutz sowie eine lange, weite und dünne Kleidungsschicht (aus Leinen oder Musselin) sind deshalb auch im Schatten der beste Schutz vor Sonnenbrand und Überhitzung.
Luftige Naturfasern wie Bio-Baumwolle, Leinen, Musselin und Wolle-Seide-Mischungen sind ideal. Sie regulieren die Temperatur und saugen Schweiß auf, ohne sich nass anzufühlen.
Im kühlen Schatten oder drinnen bei heißen Temperaturen ist Barfußstrampeln toll für die Entwicklung. Sobald ihr nach draußen geht, schützen dünne Söckchen die Füße vor der UV-Strahlung.
Bei diesen Temperaturen eignet sich meist eine Kombination aus einem kurzen oder dünnen langen Body und einer lockeren, langen Hose aus Musselin oder Leinen.
Nutze die TOG-Wert-Regel. Ab 24 Raumtemperatur genügen ein Kurzarm-Body und ein Schlafsack mit 0.5 TOG. Steigt die Temperatur im Raum über 26 Grad, schlafen viele Babys auch nur im kurzen Body im Schlafsack.
Ein heißer, feuchter Nacken, ein roter Kopf, Unruhe oder extreme Trägheit sind Warnzeichen. Bringe dein Baby sofort in den Schatten oder einen kühlen Raum und biete ihm Flüssigkeit (Muttermilch oder Pre-Nahrung) an.



