Nach den heißen Sommermonaten beginnt langsam der Übergang in den Herbst. Gärtnern mit Kindern im September bedeutet jetzt vor allem: die letzten Sommerschätze ernten, Neues für Herbst und Frühjahr pflanzen und gemeinsam beobachten, wie sich der Garten verändert. Im nächsten Teil unserer Gartenserie zeigen wir euch, welche Gartenarbeiten anstehen und wie ihr euren Familiengarten Schritt für Schritt auf die kühlere Jahreszeit vorbereitet.
Im September hat das Gärtnern mit Kindern einen ganz eigenen Charme: Es ist ruhiger als im Sommer, aber noch immer gibt es viel zu ernten und zu entdecken. Kürbisse und Äpfel werden reif, die letzten Tomaten hängen an den Pflanzen und die ersten Blätter landen auf dem Boden.
Für Kinder gibt es jetzt viel zu tun und zu entdecken. Gemeinsam könnt ihr ernten, Laub sammeln, Blumenzwiebeln für das nächste Frühjahr setzen oder noch einmal etwas aussäen. Dabei muss nicht jede Gartenarbeit möglichst schnell erledigt werden. Einen reifen Kürbis erkennen, unter einem Laubhaufen nach kleinen Gartenbewohnern schauen oder markieren, wo gerade eine Blumenzwiebel in der Erde verschwunden ist: Oft sind es gerade diese kleinen Dinge, die einen Gartentag mit Kindern ausmachen.
In unserer Gartenserie begleiten wir euch als Familie Monat für Monat durch das Gartenjahr. Jetzt schauen wir gemeinsam auf den September: Welche Gartenarbeiten stehen an, was könnt ihr noch ernten und pflanzen und wobei können eure Kinder mithelfen?
Was davon bei euch schon ansteht, hängt von der Region, dem Wetter und den Pflanzen in eurem Garten ab. Seht unsere Tipps deshalb als Orientierung und nicht als festen Gartenkalender.
Alle bisherigen Beiträge unserer Gartenserie findet ihr in der Kategorie Natur und Draußen.
Gartenarbeiten im September: Was können Kinder mitmachen?
Der September ist Erntezeit und gleichzeitig beginnt langsam die Vorbereitung auf die kälteren Monate. Zusammen mit euren Kindern könnt ihr jetzt zum Beispiel:
- Kürbisse, Äpfel und die letzten Tomaten ernten
- geeignete Herbst- und Wintersorten säen oder pflanzen
- Blumenzwiebeln für das Frühjahr setzen
- abgeerntete Beete vorbereiten
- Laub als Mulch oder Unterschlupf nutzen
- Kompost anlegen oder weiter befüllen
Viele dieser Arbeiten lassen sich gut gemeinsam erledigen. Kleine Kinder können sammeln, sortieren oder gießen. Größere Kinder können schon eigene Pflanzstellen markieren oder beim Säen helfen.
Kürbis ernten: Woran erkennt ihr, dass er reif ist?
Für Kinder ist es ziemlich beeindruckend, wenn aus einer kleinen Pflanze irgendwann ein Kürbis geworden ist, der kaum noch hochzuheben ist. Viele Speisekürbisse werden im Spätsommer und Herbst erntereif. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Sorte und vom Wetter ab.
Einige typische Anzeichen helfen euch dabei, einen reifen Kürbis zu erkennen:
- Der Stiel ist trocken und verholzt.
- Die Schale ist fest und lässt sich kaum mit dem Fingernagel einritzen.
- Bei vielen Sorten klingt der Kürbis beim Klopfen eher hohl.
- Die Pflanze beginnt einzutrocknen.
Beim Ernten sollte ein Stück des Stiels am Kürbis bleiben. Das Abschneiden mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere übernimmt am besten ein Erwachsener. Eure Kinder können vorher den Kürbis aussuchen und anschließend beim vorsichtigen Tragen helfen, sofern er nicht zu schwer ist.
Kürbis bemalen und später noch essen?
Einen Speisekürbis erst bemalen und später verkochen klingt nach einer schönen Idee. Ganz unkompliziert ist die Kombination allerdings nicht.
Wenn ihr den Kürbis später noch essen möchtet, verwendet nur einen einwandfreien Speisekürbis und achtet darauf, dass die Schale beim Bemalen nicht verletzt wird. Zierkürbisse gehören nicht auf den Teller. Sie können Cucurbitacine enthalten, die Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen können.
Bei Farben und Stiften ist Zurückhaltung sinnvoll. Lebensmittelfarbe ist die unkomplizierteste Variante, wenn der Kürbis später noch verarbeitet werden soll. Bei anderen Farben solltet ihr prüfen, ob sie ausdrücklich für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind.
Bevor ihr einen bemalten Kürbis verarbeitet, kontrolliert ihn gründlich. Weiche Stellen, Schimmel oder ein unangenehmer Geruch sind ein Grund, ihn nicht mehr zu essen. Bemalte Bereiche der Schale solltet ihr großzügig entfernen.
Noch einfacher mit Kindern: Verziert einen Speisekürbis mit abwaschbarer Lebensmittelfarbe oder gestaltet ein kleines Schild für ihn. So bleibt die Schale möglichst unversehrt.
Die letzten Tomaten: Nachreifen statt wegwerfen
Wenn es nachts kühler wird, hängen oft noch grüne Tomaten an den Pflanzen. Bevor die ersten kalten Nächte kommen, könnt ihr sie abnehmen und drinnen nachreifen lassen.
Legt gesunde, unbeschädigte Früchte an einen warmen Ort und kontrolliert sie regelmäßig. Licht ist für die Nachreife nicht entscheidend. Wichtig ist vor allem eine ausreichend warme Umgebung.
Für Kinder kann daraus eine kleine Beobachtungsaufgabe werden: Welche Tomate verändert zuerst ihre Farbe?
Unreife grüne Tomaten solltet ihr gerade kleinen Kindern nicht zum Essen geben. Sie enthalten mehr Tomatin als reife Früchte. Wartet deshalb besser, bis sie ihre sortentypische Reife erreicht haben.
Beete vorbereiten: Im Herbst darf etwas liegen bleiben
Ist ein Beet abgeerntet, müsst ihr nicht automatisch alles herausreißen und entsorgen. Ein naturnaher Garten darf im Herbst ruhig ein bisschen unordentlich aussehen.
Kranke Pflanzenteile solltet ihr entfernen. Gesundes Pflanzenmaterial kann je nach Pflanze dagegen als Mulch dienen oder auf den Kompost wandern. Auch Samenstände dürfen teilweise stehen bleiben. Sie können Tieren Nahrung bieten und sehen an frostigen Wintertagen nebenbei ziemlich schön aus.
Freie Erde könnt ihr mit geeignetem Mulch oder einer Gründüngung schützen. So liegt der Boden über Herbst und Winter nicht komplett offen.
Für Kinder wird es besonders spannend, wenn ihr einmal gemeinsam unter eine Mulchschicht schaut. Dort lässt sich gut beobachten, dass in einem scheinbar ruhigen Beet noch einiges passiert.
Wintersteckzwiebeln und Knoblauch pflanzen
Im Herbst können bestimmte Wintersteckzwiebeln und Knoblauch in die Erde. Wann genau der richtige Zeitpunkt ist, hängt von Sorte, Region und Witterung ab. Orientiert euch deshalb zusätzlich an den Angaben auf der Verpackung beziehungsweise beim Pflanzgut.
Kinder können beim Pflanzen gut mithelfen:
- Bereitet gemeinsam die Pflanzstellen vor.
- Schaut euch an, welche Seite nach oben gehört.
- Lasst die Kinder die Zwiebeln oder Knoblauchzehen vorsichtig einsetzen.
- Markiert die Stelle anschließend mit einem kleinen Schild.
Gerade die Markierung lohnt sich. Nach einigen Monaten weiß sonst niemand mehr so genau, was ihr an welcher Stelle versteckt habt. Umso schöner ist es, wenn im Frühjahr plötzlich die ersten grünen Spitzen auftauchen.

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Blumenzwiebeln setzen: Jetzt schon an den Frühling denken
Tulpen, Narzissen, Krokusse und andere Frühlingsblüher kommen im Herbst in die Erde. Wann die beste Pflanzzeit ist, unterscheidet sich je nach Art und Witterung.
Mit Kindern könnt ihr daraus ein kleines Projekt machen. Lasst sie einige Farben aussuchen und mitentscheiden, wo die Blumen später wachsen sollen. Ein selbst gemaltes Beet-Schild hilft euch dabei, die Stelle wiederzufinden.
Für den Familiengarten eignen sich zum Beispiel:
- Narzissen: robust und häufig mehrjährig
- Krokusse: klein und im Frühjahr früh zu sehen
- Tulpen: in vielen Farben und Formen erhältlich
- Schneeglöckchen: gehören zu den frühen Blühern
- Hyazinthen: auffällig und intensiv duftend
Wenn im Frühjahr die ersten Pflanzen auftauchen, könnt ihr gemeinsam nachsehen, was aus den im Herbst gesetzten Zwiebeln geworden ist.
Schritt für Schritt: Blumenzwiebeln mit Kindern setzen
Eine Blumenzwiebel verschwindet im Herbst in der Erde und taucht Monate später als Blume wieder auf. Gerade für Kinder macht das die Pflanzaktion spannend. Viel brauchst du dafür nicht: passende Blumenzwiebeln, eine freie Stelle im Beet oder einen geeigneten Topf, etwas Erde und je nach Boden einen kleinen Pflanzhelfer. Wie tief und mit welchem Abstand gepflanzt wird, richtet sich nach der jeweiligen Pflanzenart. Orientiere dich deshalb immer auch an den Angaben auf der Verpackung. Weitere Hinweise zur Herbstpflanzung findet ihr bei der Bayerischen Gartenakademie.
- Gemeinsam einen Platz aussuchen
Überlegt zuerst, wo es im Frühjahr blühen soll. Dein Kind kann mitentscheiden, welche Stelle im Beet oder welcher Topf bepflanzt wird. Achtet dabei darauf, welchen Standort die ausgewählten Pflanzen brauchen.
- Blumenzwiebeln anschauen
Bevor es losgeht, könnt ihr euch die Zwiebeln genauer ansehen. Welche Seite gehört nach unten, wo wird später der Trieb wachsen? Das lässt sich bei vielen Zwiebeln gut erkennen. Gleichzeitig kannst du beschädigte oder weiche Exemplare aussortieren
- Pflanzlöcher vorbereiten
Bereite die Erde vor und hebt die Pflanzlöcher aus. Die richtige Tiefe und der Abstand unterscheiden sich je nach Blumenzwiebel. Statt eine pauschale Zentimeterangabe zu verwenden, hältst du dich am besten an die Empfehlung für die jeweilige Art.
- Zwiebeln in die Erde setzen
Jetzt darf dein Kind die Zwiebeln vorsichtig einsetzen. Bei den meisten Blumenzwiebeln zeigt die Spitze nach oben und die breitere Seite nach unten. Anschließend bedeckt ihr sie wieder locker mit Erde.
- Die Pflanzstelle markieren
Ein kleines selbst gemaltes Schild zeigt euch auch Wochen später noch, was hier unter der Erde steckt. Schreibt zum Beispiel den Namen der Blume darauf oder malt gemeinsam ein Bild davon. - Warten und im Frühjahr wiederkommen
Jetzt braucht es vor allem Geduld. Schaut im Frühjahr gemeinsam nach, ob sich an eurer markierten Stelle schon etwas zeigt. So wird aus einer kleinen Gartenaufgabe im September ein Projekt, das euch mehrere Monate begleitet.
Kompost: Aus Gartenresten wird neue Erde
Herbstlaub, Pflanzenreste und Küchenabfälle machen den September zu einem guten Zeitpunkt, um sich den Kompost gemeinsam genauer anzusehen.
Auf einen Gartenkompost können unter anderem:
- ungekochte Obst- und Gemüsereste
- Kaffeesatz
- gesunde Pflanzenreste
- Laub
- kleine Mengen Rasenschnitt
- zerkleinerte, unbeschichtete Pappe
Fleisch, Fisch, gekochte Essensreste, behandeltes Holz und kranke Pflanzen gehören dagegen nicht auf einen normalen Gartenkompost.
Kinder können geeignetes Material sammeln und gemeinsam mit euch überlegen: Was darf auf den Kompost und was nicht? Später könnt ihr zusammen schauen, was daraus geworden ist. So wird aus einem ziemlich abstrakten Begriff wie „Kreislauf“ etwas, das sich anfassen lässt.

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Herbstlaub: Bitte nicht alles wegräumen
Das erste Laub ist kein Abfall, den ihr möglichst schnell aus dem Garten schaffen müsst. Es kann Beete schützen, auf dem Kompost landen und kleinen Tieren einen Rückzugsort bieten.
Ihr könnt zum Beispiel:
- eine dünne Laubschicht als Mulch auf geeigneten Beeten verteilen
- Laub unter Sträuchern liegen lassen
- einen Laubhaufen in einer ruhigen Gartenecke anlegen
- einen Teil kompostieren
Ein Laubhaufen ist auch für Kinder spannend. Statt ihn ständig umzuschichten, schaut lieber gelegentlich aus etwas Abstand, ob sich dort etwas bewegt. Vielleicht entdeckt ihr Käfer oder andere kleine Gartenbewohner.
Was könnt ihr im September noch säen?
Je nach Region, Sorte und Wetter lässt sich im September noch einiges aussäen. Besonders zu Monatsbeginn kommen beispielsweise Feldsalat, Winterspinat oder Winterportulak infrage.
Auf pauschale Termine solltet ihr euch dabei nicht verlassen. Auch beim Gärtnern mit Kindern im September lohnt sich ein Blick auf die Aussaatzeiten der einzelnen Sorten und berücksichtigt das Klima bei euch vor Ort. In einer milden Region kann die Aussaat länger funktionieren als in einer höheren oder bereits deutlich kühleren Lage.
Für Kinder ist die Aussaat eine einfache Gartenaufgabe: Saatrille vorbereiten, Samen verteilen, vorsichtig mit Erde bedecken und gießen. Ein kleines Schild zeigt später, wo ihr gesät habt.
Herbst entdecken: Sammeln, schauen und mitnehmen
Gartenarbeit muss im September nicht nur aus Pflanzen und Ernten bestehen. Jetzt liegen draußen plötzlich überall Dinge, die im Sommer kaum aufgefallen sind: Kastanien, Eicheln, Bucheckern, Blätter und Zapfen.
Daraus könnt ihr zu Hause kleine Herbstprojekte machen:
- Blätter pressen und daraus Bilder gestalten
- Kastanien und Eicheln zum Basteln sammeln
- Zapfen für Herbstdekoration verwenden
- verschiedene Blätter nach Form und Farbe sortieren
- ein Herbstmobile aus einem Ast und gesammelten Naturmaterialien basteln
Dabei gilt: Sammelt nur dort, wo es erlaubt ist, und nehmt nur kleine Mengen für den eigenen Bedarf mit.

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Apfelernte mit Kindern
Wenn ihr einen Apfelbaum im Garten habt oder bei Familie und Freunden ernten dürft, beginnt für viele Sorten im September die Erntezeit.
Kinder können Fallobst aufsammeln, Äpfel sortieren oder beim Pflücken helfen. Beschädigte Früchte könnt ihr von gut lagerfähigen Äpfeln trennen und möglichst schnell verarbeiten.
Ein paar einfache Ideen für eure Ernte:
- Apfelmus kochen
- Apfelsaft pressen
- Apfelchips trocknen
- einen Apfel quer aufschneiden und das sternförmige Kerngehäuse entdecken
Beim Schneiden und an heißen Töpfen übernimmt am besten ein Erwachsener.
Kein Garten? September auf dem Balkon
Auch ein Balkon reicht für ein kleines September-Gartenprojekt. Ihr könnt letzte Kräuter ernten, je nach Bedingungen noch Feldsalat aussäen oder Frühlingsblüher in Töpfe setzen.
Vor allem Blumenzwiebeln funktionieren gut als kleines gemeinsames Projekt: Erde einfüllen, Zwiebeln setzen, angießen und dann warten, was im Frühjahr passiert.
Dafür muss übrigens nicht alles neu gekauft werden. Pflanztöpfe, Balkonkästen und kleines Gartenwerkzeug lassen sich oft über mehrere Jahre verwenden oder innerhalb von Familien weitergeben. Auch Second Hand kann eine gute Möglichkeit sein, Dinge länger im Kreislauf zu halten.
Achtet bei gebrauchten Gartenhelfern darauf, dass sie sauber, stabil und unbeschädigt sind. Bei Kinderwerkzeugen sind insbesondere scharfe Kanten, lose Teile und beschädigte Griffe ein Ausschlusskriterium.
Raus in den Wald: Herbst entdecken ohne eigenen Garten
Auch ohne Garten gibt es im September draußen viel zu entdecken. Bei einem Waldspaziergang könnt ihr Blätter, Kastanien, Eicheln oder Zapfen suchen und beobachten, wie sich die Natur langsam verändert.
Bei Pilzen ist allerdings besondere Vorsicht angesagt. Esst nur Pilze, die zweifelsfrei als essbar bestimmt wurden. Ein Foto, eine App oder ein Bestimmungsbuch allein bietet bei unbekannten Pilzen keine ausreichende Sicherheit. Im Zweifel bleibt der Pilz stehen. Wenn ihr gesammelte Pilze essen möchtet und euch bei der Bestimmung nicht absolut sicher seid, wendet euch an eine Pilzberatungsstelle oder eine entsprechend sachkundige Person.
Für Kinder kann Pilzesuchen trotzdem Spaß machen, auch ganz ohne Sammelkorb: entdecken, anschauen, fotografieren und stehen lassen.
Gärtnern mit Kindern im Herbst: Wer kann was übernehmen?
Nicht jede Gartenarbeit passt zu jedem Alter. Entscheidend ist weniger eine feste Altersgrenze als das einzelne Kind und die jeweilige Aufgabe.
Kleinere Kinder können beispielsweise Laub oder Fallobst sammeln, gießen und beim Sortieren der Ernte helfen. Im Kindergartenalter kommen einfache Tätigkeiten wie Säen, Blumenzwiebeln setzen oder Beet-Schilder gestalten dazu. Ältere Kinder können unter eurer Anleitung zunehmend selbstständig mit geeigneten Gartenwerkzeugen arbeiten oder einen kleinen Beetbereich übernehmen.
Scharfe Messer, Gartenscheren, schwere Werkzeuge sowie Arbeiten mit unbekannten Pflanzen oder Pilzen gehören dagegen in die Hände von Erwachsenen beziehungsweise brauchen eine direkte Begleitung.
Und wenn euer Kind nach zehn Minuten lieber Regenwürmer beobachtet, statt weiter Laub zu sammeln, ist das auch völlig in Ordnung. Ein gemeinsamer Gartentag muss keine Aufgabenliste sein.
Häufige Fragen zum Gärtnern mit Kindern im September
Im September verändert sich im Garten einiges. Manche Pflanzen können noch geerntet werden, andere kommen jetzt erst in die Erde. Und zwischendrin tauchen ganz praktische Fragen auf: Muss das ganze Laub weg? Kann noch etwas ausgesät werden? Und woran erkennt ihr eigentlich einen reifen Kürbis? Hier findet ihr die wichtigsten Antworten auf einen Blick.
Im September könnt ihr gemeinsam Kürbisse und Äpfel ernten, Blumenzwiebeln setzen, Laub sammeln oder geeignete Herbstsorten aussäen. Auch beim Kompostieren, Gießen und Vorbereiten der Beete können Kinder kleine Aufgaben übernehmen. Was gerade möglich ist, hängt vom Wetter, eurer Region und natürlich vom Alter und Entwicklungsstand eurer Kinder ab.
Ein trockener, verholzter Stiel und eine feste Schale sind typische Anzeichen für einen reifen Kürbis. Bei vielen Sorten klingt die Frucht außerdem eher hohl, wenn ihr dagegen klopft. Verlasst euch aber nicht auf ein einzelnes Merkmal, denn der richtige Erntezeitpunkt unterscheidet sich je nach Sorte.
Je nach Region, Witterung und Sorte könnt ihr beispielsweise Feldsalat, Winterspinat oder Winterportulak aussäen. Schaut am besten zusätzlich auf die Angaben des Saatguts. Dort findet ihr die passende Aussaatzeit für die jeweilige Sorte.
Im Herbst beginnt die Pflanzzeit für viele Frühlingsblüher. Dazu gehören beispielsweise Krokusse, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen. Wann genau sie in die Erde kommen sollten und wie tief sie gepflanzt werden, hängt von der jeweiligen Art ab. Die Angaben auf der Verpackung helfen euch dabei.
Nein, ein bisschen Unordnung darf sogar bleiben. Kranke Pflanzenteile solltet ihr entfernen. Gesundes Pflanzenmaterial, Samenstände und Laub können dagegen teilweise im Garten bleiben und Tieren einen Rückzugsort oder Nahrung bieten. Freie Erde könnt ihr mit geeignetem Mulch oder einer Gründüngung schützen.
Ihr müsst Laub nicht komplett entsorgen. Unter Sträuchern oder auf geeigneten Beeten kann es liegen bleiben, einen Teil könnt ihr kompostieren. In einer ruhigen Gartenecke könnt ihr außerdem einen Laubhaufen anlegen, der verschiedenen Gartentieren Schutz bietet.
Ja. Kleine Aufgaben wie Laub sammeln, gießen, Äpfel aufsammeln oder Blumenzwiebeln setzen können Kinder gut einbeziehen. Entscheidend ist nicht allein das Alter, sondern was euer Kind bereits sicher kann. Scharfe Messer, Gartenscheren und schwere Werkzeuge bleiben bei Erwachsenen oder werden nur unter direkter Begleitung benutzt.
Was jetzt im Garten wichtig ist
Im September könnt ihr mit euren Kindern noch einmal viel ernten und gleichzeitig den Garten langsam auf Herbst und Winter vorbereiten. Kürbisse und Äpfel werden reif, einige Herbstsorten können noch ausgesät werden und die ersten Blumenzwiebeln kommen für das nächste Frühjahr in die Erde.
Dabei muss der Garten nicht perfekt aufgeräumt sein. Ein bisschen Laub, einige Samenstände und geschützte Ecken sind für viele Gartenbewohner sogar wertvoll.
Vor allem aber dürfen eure Kinder mitmachen, ohne dass aus dem gemeinsamen Nachmittag ein Gartenprojekt mit Zeitplan wird. Vielleicht schafft ihr heute nur drei Blumenzwiebeln. Im Frühjahr könnt ihr trotzdem gemeinsam schauen, ob daraus etwas wächst.
So geht euer Familiengarten in den Herbst
Im Oktober wird es im Garten noch einmal ruhiger. Beim Gärtnern mit Kindern im September geht es um die letzten Ernten, fallendes Laub und darum, welche Pflanzen und Gartenbewohner jetzt Schutz vor der kalten Jahreszeit brauchen.
Wenn ihr noch einmal zurückschauen möchtet, findet ihr in unserem Beitrag Gärtnern mit Kindern im August die wichtigsten Aufgaben für den Spätsommer.. Alle Beiträge der Reihe findet ihr außerdem unter Natur & Draußen.



