Update: 30. März 2026 (Dieser Beitrag wurde für dich überarbeitet und ergänzt)

Kennst du das auch? Am Ostermorgen sitzt dein Kind am Frühstückstisch, das Nest steht bereit und plötzlich fragt es:
„Mama, kannst du mir ein Ostergedicht vorlesen?“ Oder dein Schulkind möchte beim Osterfrühstück selbst einen kleinen Reim aufsagen.

Lustige, kurze Reime mit Osterhase, Huhn und Co. sind für Kids ein fröhlicher Gruß zu Ostern. Sie bringen Kinder zum Lachen, bleiben leicht im Kopf und gehören für viele Familien genauso zu Ostern wie bunte Eier und versteckte Nester.

Wir stellen dir 12 süße Ostergedichte und Reime für Kinder, von kurzen Gedichten bis hin zu einem kleinen Vorlese- oder Lesetexten. Und in unserer Kategorie „Ostern“ findest du übrigens noch viele weitere Osterideen rund ums Basteln, Vorlesen, Spielen und Feiern mit Kindern.

Kurze Ostergedichte für Kinder

Ostergedichte für Kinder sind meist kurze oder etwas längere Reime rund um Ostern, den Frühling und den Osterhasen. Sie eignen sich wunderbar zum Vorlesen, gemeinsamen Lernen oder auch zum Vortragen am Ostermorgen. Durch ihren rhythmischen Aufbau bleiben sie schnell im Gedächtnis und machen Kindern besonders viel Freude.

Gerade für jüngere Kinder sind kurze Reime ideal, weil sie leicht verständlich sind und sich spielerisch in den Familienalltag einbauen lassen. Ob beim Frühstück, beim Basteln oder kurz vor dem Schlafengehen – ein kleines Gedicht passt fast immer. Und vielleicht entdeckt dein Kind ja gleich einen Lieblingsreim.

Henne oder Ei?

Die Gelehrten und die Pfaffen
streiten sich mit viel Geschrei,
was hat Gott zuerst erschaffen –
wohl die Henne, wohl das Ei!

Wäre das so schwer zu lösen –
erstlich ward ein Ei erdacht,
doch weil noch kein Huhn gewesen –
darum hat’s der Has‘ gebracht!

Eduard Mörike (1804-1875)

Ostern, Ostern, Auferstehn

Ostern, Ostern, Auferstehn.
Lind und leis` die Lüfte wehn.
Hell und froh die Glocken schallen:
Osterglück den Menschen allen!

Volksgut

Ostern

Ostern, wenn der Lenz erwacht,
jubelt jedes Kind und lacht,
denn zu dieses Tages Feier
gibt es bunte Ostereier.

Volksgut

Kurze und lange Gedichte über den Osterhasen

Was wäre Ostern nur ohne den Osterhasen? Klar, er ist eigentlich nicht der Grund, warum wir Ostern überhaupt feiern. Und doch denkt jeder bei Ostern auch direkt an den hüpfenden Mümmelmann. Darum gibt es zahlreiche schöne Gedichte für Kinder über den Osterhasen.

Seht, wer sitzt denn dort im Gras?

Seht, wer sitzt denn dort im Gras!
Ist das nicht der Osterhas´?
Guckt mit seinem langen Ohr
aus dem grünen Nest hervor.
Hüpft mit seinem schnellen Bein
über Stock und über Stein.

Seht auch her, was in dem Nest
liegt so rund und auch so fest:
Eier rot und blau gefleckt
hat er in dem Nest versteckt.
Muss er sie gut verstecken,
sucht schnell in allen Ecken!

Volksgut

Osterhas‘

Untern Baum im grünen Gras
sitzt ein kleiner Osterhas‘!
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
Macht ein Männchen, guckt hervor.
Springt dann fort mit einem Satz
Und ein kleiner frecher Spatz
Schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was ist’s? Ein Osterei!

Volksgut

Osterhäslein

Drunten an der Gartenmauer
hab` ich sehn das Häslein lauern.
Eins, zwei, drei: Legt´s ein Ei,
lang wird´s nimmer dauern.

Kinder lasst uns niederducken!
Seht ihr´s ängstlich um sich gucken?
Ei, da hüpft´s und da schlüpft´s
durch die Mauerlucken.

Und nun sucht in allen Ecken,
wo die schönsten Eier stecken,
rot und blau und grün und grau
und mit Marmorflecken.

Friedrich Güll (1812-1879)

Has, Has, Osterhas

Has, Has, Osterhas,
wir möchten nicht mehr warten.
Der Krokus und das Tausendschön,
Vergissmeinnicht und Tulpe stehn
schon lang in unserm Garten.

Has, Has, Osterhas,
mit deinen bunten Eiern!
Der Star lugt aus dem Kasten raus.
Blühkätzchen sitzen um sein Haus.
Wann kannst du Frühling feiern?

Has, Has, Osterhas,
ich wünsche mir das Beste:
ein großes Ei, ein kleines Ei,
dazu ein lustig Didldumdei.
Und alles in dem Neste.

Paula Dehmel (1862-1918)

Der erste Ostertag

Fünf Hasen, die sassen
Beisammen dicht,
Es macht ein jeder
Ein traurig Gesicht.

Sie jammern und weinen:
Die Sonn‘ will nicht scheinen!
Bei so vielem Regen
Wie kann man da legen
Den Kindern das Ei?
O weih, o weih!

Da sagte der König:
So schweigt doch ein wenig!
Lasst weinen und Sorgen
Wir legen sie morgen!

Heinrich Hoffmann (1809-1894)

Zum Vorlesen: Lange Gedichte  für Kinder zu Ostern

Kaum einmal das Lesen gelernt, kriegen viele Schulkinder gar nicht genug vom Textelesen. Andere wiederum brauchen etwas Motivation zum Lesenüben. Zu welcher Sorte dein Schulkind auch gehört: Lange Gedichte und Texte für Kinder zu Ostern bieten eine schöne Gelegenheit zum Vorlesen.

Osterlied

Die Glocken läuten das Ostern ein
In allen Enden und Landen,
Und fromme Herzen jubeln darein:
Der Lenz ist wieder erstanden!

Es atmet der Wald, die Erde treibt
Und kleidet sich lachend in Moose,
Und aus den schönen Augen reibt
Den Schlaf sich erwachend die Rose.

Das schaffende Licht, es flammt und kreist
Und sprengt die fesselnde Hülle;
Und über den Wassern schwebt der Geist
Unendlicher Liebesfülle.

Adolf Böttger (1815 – 1870)

Ostern

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
Lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle
schwebt er, der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
wird das frohe Osterfest,
dass der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verlässt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
dass sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht.

Ferdinand von Saar (1833 – 1906)

Zur Osterzeit

Ist das ein Ostern! – Schnee und Eis
hielt noch die Erde fest umfangen;
frostschauernd sind am Weidenreis
die Palmenkätzchen aufgegangen.

Verstohlen durch den Wolkenflor
blitzt hie und da ein Sonnenfunken –
es war, als sei im Weihnachtstraum
die schlummermüde Welt versunken.

Es war, als sollten nimmermehr
ins blaue Meer die Segel gehen,
im Park ertönen Finkenschlag,
und Veilchenduft das Tal durchwehen.

Und dennoch, Seele, sei gewiss:
Wie eng sich auch die Fesseln schlingen,
es wird der Lenz, das Sonnenkind,
dem Schoß der Erde sich entringen.

Dann sinkt dahin wie Nebelflor
auch all dein Weh und deine Sorgen,
und veilchenäugig lacht dich an
ein goldner Auferstehungsmorgen!

Clara Müller-Jahnke (1860 – 1905)

Ostergeschichte zum Vorlesen und Lesen als PDF

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Liebevolle Ostertexte für Kinderkarten und Osternester 

Viele der klassischen Ostergedichte begleiten Familien schon seit Generationen. Vielleicht hast du selbst als Kind einen dieser Reime gehört oder sogar auswendig gelernt. Doch neben bekannten Gedichten entstehen oft auch ganz persönliche Osterworte. Gerade Kinder freuen sich besonders, wenn sie einen kleinen Text bekommen, der nur für sie geschrieben wurde, zum Beispiel auf einer Karte im Osternest oder als liebe Botschaft vom Osterhasen.

Nicht immer braucht es dafür ein langes Gedicht. Manchmal reicht schon ein kurzer Reim oder ein paar liebe Worte, die den Tag noch ein bisschen besonderer machen. Wenn du deinem Kind zu Ostern eine kleine Freude machen möchtest, kannst du auch eigene Texte verwenden oder selbst kreativ werden. Schon einfache Sätze oder kurze Reime können für Kinder zu einem echten Highlight werden. Wir haben dir einige Ideen für kleine Osterbotschaften, die du auf Karten schreiben oder ins Osternest legen kannst zusammengestellt

  • Kurze und herzliche Osterwünsche
    „Liebe/r [Name],
    ich wünsche dir ein fröhliches Osterfest mit vielen bunten Überraschungen und ganz viel Spaß beim Suchen.“
    Oder:
    „Frohe Ostern für dich!
    Ich wünsche dir einen Tag voller Freude, leckerer Schokohasen und vieler kleiner Glücksmomente.“
  • Kleine Reime für Osterkarten
    „Durch den Garten hoppelt leis,
    versteckt ein Hase manches Eis.
    Schau genau und suche fein,
    bald wird dein Nestchen voller sein.“
  • Eine Botschaft vom Osterhasen
    „Hallo [Name],
    ich war heute früh schon fleißig unterwegs und habe für dich ein paar Überraschungen versteckt.
    Viel Spaß beim Suchen!
    Dein Osterhase

Und zum Schluss, unser Tipp: So werden Ostergedichte zu einem echten Familienmoment 

Fünf einfache Ideen, wie du Ostergedichte liebevoll in euren Alltag integrieren kannst:

  1. Gedicht ins Osternest legen
    Drucke ein kurzes Gedicht aus und lege es ins Nest.
    Das sorgt für einen besonders schönen Überraschungsmoment und macht das Osternest noch persönlicher.
  2. Gedicht gemeinsam vorlesen
    Setzt euch gemütlich zusammen und lest das Gedicht langsam vor.
    Kinder lieben solche ruhigen Momente – besonders, wenn Mama oder Papa sich Zeit nehmen und mit ruhiger Stimme vorlesen.
  3. Gedicht kreativ gestalten
    Ein Gedicht wird noch schöner, wenn Kinder selbst kreativ werden dürfen:
    – Gedicht auf buntes Papier schreiben
    – kleine Osterbilder dazu malen
    – als Karte für Großeltern oder Freund:innen verschenken
    So wird aus einem Gedicht schnell ein kleines Erinnerungsstück.
  4. Gedicht beim Eiersuchen vortragen
    Viele Kinder sind stolz, wenn sie ein Gedicht aufsagen dürfen. Vielleicht darf dein Kind sein Gedicht vor dem Start der Ostereiersuche vortragen – das sorgt für Spannung und stärkt gleichzeitig das Selbstvertrauen.
  5. Ein eigenes kleines Ostergedicht erfinden
    Auch kleine Kinder können eigene Reime ausprobieren. Das muss nicht perfekt sein – Hauptsache, es macht Spaß.
    Du kannst dein Kind dabei unterstützen:
    – gemeinsam Reimwörter suchen
    – einfache Sätze über den Osterhasen erfinden
    – lustige Ideen aufschreiben oder malen

So entsteht oft ein ganz persönliches Familienmoment, das noch lange in Erinnerung bleibt.

Typische Elternfragen zu Ostergedichten für Kinder

Warum mögen Kinder Ostergedichte so gern?

Kinder lieben Ostergedichte, weil sie rhythmisch aufgebaut sind und sich leicht merken lassen. Reime sprechen das natürliche Sprachgefühl von Kindern an und sorgen dafür, dass Worte spielerisch gelernt werden.
Außerdem verbinden viele Kinder Gedichte mit schönen Ritualen:
zum Beispiel beim Vorlesen am Abend, beim Frühstück am Ostermorgen oder beim gemeinsamen Basteln.
Das macht Ostergedichte besonders wertvoll:
fördern Sprachentwicklung und Wortschatz
stärken das Zuhören und Mitsprechen
schaffen gemeinsame Familienmomente
geben Kindern Sicherheit durch Wiederholungen
Gerade kurze Reime rund um den Osterhasen oder bunte Eier sorgen für viel Freude und bleiben oft über Jahre in Erinnerung.

Ab welchem Alter sind Ostergedichte sinnvoll?

Ostergedichte können schon sehr früh in den Familienalltag integriert werden. Bereits Kleinkinder profitieren davon, wenn sie regelmäßig Reime hören.
Als Orientierung:
ab 2–3 Jahren: kurze Reime mit wenigen Zeilen
ab 4–5 Jahren: einfache Gedichte zum Mitsprechen
ab Schulalter: längere Gedichte zum Vorlesen oder selbst Lesen
Viele Kinder beginnen ganz von allein, einzelne Wörter oder Zeilen nachzusprechen. Das stärkt ihr Selbstvertrauen und macht Spaß.
Wichtig ist dabei nicht Perfektion, sondern Freude am Zuhören und Mitmachen.

Wie kann mein Kind ein Gedicht leichter lernen?

Gedichte lernen funktioniert am besten spielerisch und ohne Druck. Kinder merken sich Texte besonders gut, wenn mehrere Sinne angesprochen werden.
Diese Methoden helfen besonders gut:
– Gedicht mehrmals gemeinsam vorlesen
– passende Bewegungen oder Gesten einbauen
– Bilder zum Gedicht malen
– einzelne Zeilen wiederholen
– kurze tägliche Wiederholungen einplanen
Viele Kinder lernen Gedichte ganz nebenbei, wenn sie sie regelmäßig hören. Ein festes Ritual, zum Beispiel am Abend vor Ostern, kann dabei sehr hilfreich sein.

Welche Ostergedichte eignen sich für den Kindergarten?

Für Kindergartenkinder sind kurze, leicht verständliche Gedichte ideal. Sie sollten einfache Wörter enthalten und schnell erfassbar sein.
Gut geeignet sind:
– Reime über den Osterhasen
– kurze Frühlingsgedichte
– Gedichte über bunte Ostereier
– lustige oder rhythmische Texte
Gedichte mit wenigen Zeilen lassen sich besonders gut auswendig lernen und sorgen für schnelle Erfolgserlebnisse.
Viele Kinder sind stolz, wenn sie ein Gedicht vortragen dürfen – etwa im Kindergarten oder zu Hause beim Osterfrühstück.

Können Gedichte beim Lesenlernen helfen?

Ja, Gedichte können das Lesenlernen sehr gut unterstützen. Durch den gleichmäßigen Rhythmus und die wiederkehrenden Reime fällt es Kindern leichter, Wörter zu erkennen und zu verstehen.
Gedichte unterstützen das Lesenlernen, weil sie:
– klare Strukturen haben
– kurze Sätze enthalten
– Wiederholungen nutzen
– das Sprachgefühl stärken
Viele Kinder verlieren die Scheu vor längeren Texten, wenn sie mit kurzen Gedichten beginnen. So wächst Schritt für Schritt das Vertrauen ins eigene Lesen.

Über den Autor

Ahmet Dönmez

Hi! Ich bin Ahmet und als Medien-Experte informiere ich dich zu allerlei Themen im Bereich der Unterhaltung und Medienerziehung. Mit meinen Ratgeber-Artikeln zeige ich dir zudem, wie du dich im Medienkosmos zurechtfinden kannst.

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