Hast du manchmal das Gefühl, dass deine Kinder in einer eigenen Sprache sprechen? Jedes Jahr überraschen uns Kinder und Jugendliche mit neuen Ausdrücken, die oft kryptisch wirken, aber manchmal auch ziemlich lustig sind. Und bei Eltern für viele Fragezeichen sorgen. Damit du mit dem Teenager-Slang mithalten kannst, erklären wir dir die aktuell angesagtesten Begriffe. Hier kommen die Jugendwörter 2025!

Was ist eigentlich mit Jugendwörter gemeint?

Jugendwörter sind Worte oder Ausdrücke, die besonders bei Teenagern und jungen Erwachsenen beliebt sind. Sie entstehen oft in sozialen Medien wie TikTok, werden verbreitet durch beliebte YouTuber oder entwickeln sich ganz einfach im Freundeskreis. Manchmal sind sie lustig, manchmal verrückt – und manchmal verstehen wir Eltern einfach nur Bahnhof. Stichwort: six seeeven!

Warum Jugendwörter wichtig sind

Jede Generation entwickelt eine Art Geheimsprache. Wenn du dich an deine Teeniezeit zurückerinnerst, gibt es mit Sicherheit ein paar bestimme Worte oder Aussagen, die deine Freunde und dich von den „uncoolen“ Erwachsenen abgegrenzt haben. Gerne meint man dabei, dass die Jugend die Sprache bewusst verschandeln möchte. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Kinder und Jugendlich zeigen dadurch oft ihr feines Sprachgefühl, was letztendlich dazu führt, dass vereinzelt neue Worte ihren Weg in den alltäglichen Sprachgebrauch finden. Früher hatten jugendliche Wortneuschöpfungen ihren Ursprung hauptsächlich im Deutschen. Mittlerweile wird die Jugendsprache stark durch Englisch, aber auch Türkisch und Arabisch beeinflusst.

Du fragst dich vielleicht: „Warum sollte ich das überhaupt wissen?“ Ganz einfach: Wenn du die Sprache deiner Kinder verstehst, baust du automatisch eine Brücke. Es zeigt Interesse, Humor und ein bisschen Coolness. Und manchmal ist es auch etwas amüsant, durch das Anwenden aktueller Jugendsprache beim Nachwuchs für einen „cringen“ Moment zu sorgen.

„Das crazy“: Das Jugendwort des Jahres 2025

Das Jugendwort des Jahres wird traditionell vom Langenscheidt-Verlag gewählt. Für 2025 steht „Das crazy“ ganz oben auf dem Siegertreppchen. Das Jugendwort kommt zum Einsatz, wenn etwas völlig verrückt, überraschend oder heftig ist – ähnlich wie „krass“ oder „unglaublich“.
Beispiel: „Er hat einfach 20 Minuten den Ball auf dem Finger gedreht – das crazy!“
Dieses Wort ist eher eine universal einsetzbare Floskel, die Jugendliche gerne in Gesprächen nutzen, wenn sie sprachlos oder einfach nur zustimmend reagieren wollen.

Weitere Jugendwörter 2025 – erklärt!

Neben dem offiziellen Sieger – yes, das crazy! – gibt es eine Top-10-Liste mit trendigen Begriffen, die du kennen solltest:

Checkst du

Bedeutet so viel wie „Verstehst du?“ und wird am Ende eines Satzes eingesetzt, um sicherzugehen, dass dein Gegenüber wirklich kapiert, worum es geht.

Beispiel: „Also wir treffen uns morgen, checkst du?“

Digga(h)

Klassiker im Slang: Freund, Kumpel, Bro – oder einfach eine Person generell.

Beispiel: „Diggah, was geht ab?“

Goonen

Ursprünglich ein Slangwort für exzessive Selbstbefriedigung, später allgemein auf intensives Verhalten bezogen.

Beispiel: „Ey, wie lange warst du gestern wieder am goonen?“

Dieses Jugendwort ist etwas expliziter – und könnte dich überraschen, wenn du es bei einem Gespräch deines Nachwuchses überhören solltest.

Lowkey

Bedeutet „ein bisschen“, „diskret“ oder „heimlich so ein bisschen cool/zufrieden sein“.

Beispiel: „Der Film war lowkey echt gut!“

Rede

Nicht nur „reden“ im klassischen Sinn, sondern wird für Zustimmung oder Bestätigung genutzt, z. B. „Genau! Guter Punkt!“.

Beispiel: „Das Game ist echt nice!“ „Rede!“

Schere

Aus der Gaming-Szene: Wird verwendet, um einen Fehler einzuräumen oder „Sorry, mein Fehler“ auszudrücken.

Beispiel: „Wer hat den Schützen gekillt?“ „Schere!“

Sybau

Steht für „Shut your bitch ass up“ – also grob übersetzt: Halt die Fresse. Wird oft ironisch oder augenzwinkernd gebraucht.

Beispiel: Fortnite ist das beste Game.“ „Sybau! Das ist Battlefield 6!“

Tot

Beschreibt Situationen, die komplett uncool, langweilig oder irgendwie peinlich sind.

Beispiel: „Die Party gestern? Tot.“

Tuff

Bedeutet krass, cool oder beeindruckend – ein Ausdruck für positive Stimmung.

Beispiel: „Diggah, der Stunt war tuff!“

Jugendwort 2025: Vorübergehender Gebrauch – oder neue Alltagssprache?

Wenn du hörst, wie deine Teens diese Begriffe im Chat oder in Gesprächen benutzen, denk daran:
Manche Begriffe wandern schnell wieder aus dem gewohnten Sprachgebrauch hinaus, andere halten sich länger und wandern in Memes, soziale Medien oder sogar Alltagssprache hinein,
und einige verbreiten sich sogar generationenübergreifend – das crazy!

Tipp: Wenn du dir die Bedeutung eines Jugendwortes auch aus dem Kontext so gar nicht erschließen kannst, dann frage einfach nach: „Was meinst du mit ‚lowkey‘?“ Das zeigt echtes Interesse und ein bisschen Humor – auch wenn du die Antwort vermutlich nur mit einem Augenrollen deines Nachwuchses bekommst.

Sprachentwicklung und Generationenverständnis

Jugendwörter sind mehr als nur „komische Ausdrücke“. Sie sind Ausdruck von Gemeinschaft, Identität und manchmal auch sozialer Kritik. Sie entstehen oft dort, wo Jugendliche on- und offline unterwegs sind: TikTok, Instagram, Snapchat, Gaming-Chats oder ganz klassisch in der Schule, auf dem Skatepark oder auf dem Fußballplatz. Rückblickend sind sie immer ein historischer Spiegel der Gesellschaft. Und mal ehrlich: Ein bisschen Spaß darf diese Sprache schon machen! Auch wenn du vielleicht nie selbst so reden wirst. Zu wissen, was gemeint ist, bringt dich definitivauf Augenhöhe mit deinem Kind.

Kanntest du alle Jugendwörter 2025? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen.

Quellen
tagesschau.de

Über den Autor

Julia May

Hi! Ich bin Julia und seit 2018 Mama eines aufgeweckten Jungen, der meine Welt manchmal ganz schön auf den Kopf stellt. 2022 gesellte sich mein zweites Söhnchen hinzu und gemeinsam erleben wir den trubeligen Alltag einer vierköpfigen Familie. Meine Erfahrungen teile ich mit dir in zahlreichen Artikeln rund um Kindererziehung, Schwangerschaft und Gesundheit und gebe bewährte und hilfreiche Tipps, die deinen Familienalltag erleichtern.

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